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Mäusekot

Kot ist eines der häufigsten Anzeichen für Mäuseaktivität in Gebäuden. Er sollte sorgfältig behandelt werden – gleichzeitig lässt sich aus der Menge keine Anzahl an Tieren ableiten.

Inhalt
Mäusekot auf einem Holzboden entlang einer Fußleiste

Auf einen Blick

Form
kleine, längliche, dunkle Kotkörner
Typische Fundorte
Schränke, Schubladen, Ecken, Laufwege
Bedeutung
Hinweis auf Nagetieraktivität
Vorsicht
nicht trocken absaugen oder aufwirbeln

Wie Mäusekot aussieht

Mäusekot besteht in der Regel aus kleinen, länglichen, dunklen Kotkörnern. Frischer Kot wirkt meist feuchter und dunkler, älterer Kot trockener und heller. Rattenkot ist deutlich größer; für eine Unterscheidung sollten mehrere Merkmale gemeinsam betrachtet werden.

Wo Mäusekot gefunden wird

  • in Schränken, Schubladen und Vorratsbereichen
  • entlang von Wänden und Laufwegen
  • in Ecken, hinter Geräten und in wenig gestörten Bereichen
  • in Kellern, auf Dachböden und in Lagerräumen
  • in der Nähe von Lebensmitteln, Tierfutter oder Abfällen

Was Mäusekot aussagt – und was nicht

Kot zeigt, dass Nagetiere den Bereich genutzt haben. Werden zuvor gereinigte Stellen erneut verunreinigt, spricht das für fortbestehende Aktivität.

Hygiene und Gesundheit

Bei Mäuseaktivität sind mehrere Aspekte zu unterscheiden: hygienische Beeinträchtigungen, Verunreinigung von Lebensmitteln und Futtermitteln, Materialschäden sowie eine mögliche Exposition gegenüber Krankheitserregern.

Verschiedene Nagetierarten können Reservoir für unterschiedliche Erreger sein. Für Hantaviren gelten in Deutschland bestimmte Nagetierarten als Reservoir; die Übertragung kann unter anderem über erregerhaltigen Staub aus Ausscheidungen erfolgen. Es lässt sich daraus nicht ableiten, dass jede Maus Hantaviren überträgt.

In Lebensmittel- und Futtermittelbetrieben ist die Verunreinigung von Waren und Produktionsbereichen besonders relevant. Betroffene Lebensmittel sollten nicht weiter verwendet werden.

Mäusekot sicher entfernen

  1. Den Raum vor der Reinigung etwa 30 Minuten lüften.
  2. Handschuhe tragen.
  3. Geeigneten Mund-Nasen-Schutz verwenden.
  4. Verschmutzte Stellen anfeuchten.
  5. Staubentwicklung vermeiden.
  6. Trockenen Mäusekot nicht einfach absaugen.
  7. Oberflächen anschließend reinigen.
  8. Hände gründlich waschen.
  9. Kontaminierte Kleidung reinigen.

Auch beim Umgang mit toten Nagetieren sollten Handschuhe getragen und direkter Kontakt vermieden werden.

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Fachlich geprüft: 18.08.2026

Fachliche Quellen

  1. gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Hantavirus-Infektion – Vorbeugung und Umgang mit Nagetierausscheidungen (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://gesund.bund.de/hantavirus-infektion
  2. Robert Koch-Institut: Hantaviren – RKI-Ratgeber (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/H/Hantavirus/Hantavirus.html
  3. Umweltbundesamt: Mäuse- und Rattengift sicher und wirksam anwenden (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/maeuse-rattengift-sicher-wirksam-anwenden
  4. Bundesinstitut für Risikobewertung: Schadnager in Lebensmittel- und Futtermittelbetrieben (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.bfr.bund.de/