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Mäuse richtig bekämpfen

Eine wirksame Vorgehensweise beginnt nicht mit einer Falle, sondern mit dem Verständnis der Situation. Die folgenden sechs Schritte bauen aufeinander auf.

Inhalt
Schlagfalle mit Köder an einer Fußleiste

Auf einen Blick

Reihenfolge
Erkennen → Ursachen reduzieren → Zugänge → Methode
Grundsatz
Ohne Abdichtung können neue Tiere nachrücken
Einzelne Hausmäuse
Mechanische Verfahren zuerst prüfen
Biozide
Nur bei Bedarf, Zulassung beachten

Schritt 1 – Art bestimmen

Zuerst sollte geklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Maus handelt und ob eine Hausmaus wahrscheinlich ist. Neben der Hausmaus können weitere mausähnliche Arten auftreten, die einen unterschiedlichen rechtlichen Schutzstatus haben können.

Schritt 2 – Aktivität lokalisieren

Kontrolliert werden sollten insbesondere:

  • Kot
  • Nagespuren
  • beschädigte Lebensmittel
  • Laufwege
  • Nistmaterial
  • mögliche Eintrittsöffnungen

Schritt 3 – Nahrung und Wasser reduzieren

  • Lebensmittel sicher lagern
  • Tierfutter verschließen
  • Essensreste entfernen
  • Abfälle sichern
  • unnötige Wasserquellen reduzieren

Schritt 4 – Unterschlupf reduzieren

  • Unordnung reduzieren
  • Kartons und gelagertes Material prüfen
  • mögliche Nestplätze kontrollieren

Schritt 5 – Zugänge finden und verschließen

Spalten, Öffnungen rund um Leitungen, beschädigte Gebäudebereiche, Türen und Durchführungen sollten geprüft und, soweit möglich, dauerhaft verschlossen werden.

Schritt 6 – Geeignete Bekämpfungsmethode wählen

Grundsätzlich kommen folgende Kategorien in Betracht:

  • mechanische Fallen
  • Monitoring
  • bauliche Abdichtung
  • geeignete zugelassene Rodentizide, sofern erforderlich
  • professionelle Schädlingsbekämpfung

Bei einzelnen Hausmäusen sollten mechanische Verfahren in der Regel vor einem Einsatz chemischer Mittel geprüft werden.

Mäusefallen richtig einsetzen

  • Fallen dort aufstellen, wo Aktivität festgestellt wurde.
  • Laufwege entlang von Wänden und geschützten Strukturen berücksichtigen.
  • Kinder und Haustiere schützen.
  • Fallen regelmäßig kontrollieren.
  • Nach einem Fang weiter beobachten, ob noch Aktivität besteht.

Warum funktioniert meine Mäusefalle nicht?

  • ungeeigneter Standort
  • alternative Nahrungsquellen sind weiterhin verfügbar
  • die Aktivität findet an anderer Stelle statt
  • es dringen fortlaufend neue Tiere ein
  • die angenommene Art trifft nicht zu
  • zu wenig Kontrolle und Monitoring

Einen universell besten Köder gibt es nicht; entscheidend sind Standort, Situation und konsequente Kontrolle.

Klebefallen

Klebefallen werfen erhebliche Tierschutzbedenken auf, da gefangene Tiere längere Zeit leiden können. Sie sollten deshalb nicht als Standardmethode zur Mäusebekämpfung dargestellt oder eingesetzt werden.

Rodentizide und Mäuseköder

Sinnvoll ist eine abgestufte Vorgehensweise:

  1. Befall feststellen
  2. Ursachen reduzieren
  3. nicht-chemische Maßnahmen prüfen
  4. nur wenn erforderlich ein geeignetes zugelassenes Produkt verwenden

Relevant sind dabei unter anderem:

  • die Zielorganismen des jeweiligen Produkts
  • die zugelassene Verwenderkategorie
  • der zulässige Anwendungsbereich
  • der Schutz von Kindern und Haustieren
  • der Schutz von Nichtzieltieren und der Umwelt

Angaben zu einzelnen Produkten sollten ausschließlich der Zulassung sowie der jeweiligen Zusammenfassung der Produkteigenschaften (SPC) entnommen werden, nicht Shop-Beschreibungen.

Dauerbeköderung und aktuelle Regeln

Der Einsatz von Rodentiziden ohne festgestellten Befall ist eingeschränkt. Die Anforderungen an die befallsunabhängige Dauerbeköderung (BuD) unterliegen Änderungen. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Zulassungsbedingungen des eingesetzten Produkts.

Zuletzt fachlich geprüft: 18.08.2026

Lösungen zur Umsetzung

Geeignete Produkte zur Mäusebekämpfung

Wenn die Situation eingeordnet wurde und eine eigenständige Bekämpfung sinnvoll ist, finden Sie bei Kaeferling Pro professionelle Fallen-, Monitoring- und Abdichtungslösungen.

Lösungen für Mäuse ansehen(externer Link)

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Wenn sich der Befall nicht zuverlässig lokalisieren lässt, mehrere Bereiche betroffen sind oder die Aktivität trotz geeigneter Maßnahmen fortbesteht, kann eine professionelle Schädlingsbekämpfung sinnvoll sein.

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Fachlich geprüft: 18.08.2026

Fachliche Quellen

  1. Umweltbundesamt: Rodentizide – Bekämpfung von Nagetieren (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/biozide/biozidprodukte/rodentizide
  2. Umweltbundesamt: Mäuse- und Rattengift sicher und wirksam anwenden (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/maeuse-rattengift-sicher-wirksam-anwenden
  3. Umweltbundesamt: Welche Nagetiere dürfen bekämpft werden? (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/welche-nagetiere-duerfen-bekaempft-werden
  4. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Zugelassene Biozidprodukte (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.baua.de/DE/Themen/Anwendungssichere-Chemikalien-und-Produkte/Chemikalienrecht/Biozide/Biozide_node.html
  5. European Chemicals Agency: Biocidal products – Summary of Product Characteristics (SPC) (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://echa.europa.eu/information-on-chemicals/biocidal-products
  6. EUR-Lex: Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über Biozidprodukte (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32012R0528
  7. Bundesministerium der Justiz: Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), Anlage 1 (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/anlage_1.html
  8. Bundesministerium der Justiz: Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), § 44 (zuletzt geprüft: 27.08.2026) – https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__44.html